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19.11.2010
Auf den Spuren der Vergangenheit

Nordeuropäische Erdgasleitung: Start der archäologische Untersuchungen entlang der geplanten Trasse

Die Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL) soll vom Anlandepunkt der Nord Stream in Lubmin bei Greifswald über eine Länge von rund 440 Kilometer an Schwerin und Hamburg vorbei bis nach Rehden in Niedersachsen führen. Auf   diesem Wege durchquert die NEL neben heutigen Kultur- und Siedlungslandschaften auch Siedlungsräume früherer Epochen. Zur Sicherung von archäologisch wertvollen Stätten werden jetzt, das heißt noch vor der Aufnahme von Vorarbeiten für die Verlegung der Pipeline, kulturhistorische Untersuchungen auf der Pipelinetrasse durchgeführt.

Im Zuge dieser Vorbereitungen werden in den Landkreisen Harburg, Rotenburg / Wümme und Verden seit Anfang der Woche mit Sondierungsarbeiten in archäologischen Verdachtsflächen durchgeführt. Diese Sondagen werden in schmalen Streifen entlang der geplanten Leitungstrasse im vorgesehenen Rohrgraben vorgenommen. Die Archäologischen Verdachtsflächen wurden vom Niedersächsischen Landsamt für Denkmalpflege (NLD) in Zusammen­arbeit mit den jeweiligen Kreisarchäologen der betroffenen Landkreise aus­gewählt. Die Sondiergrabungen werden von Spezialfirmen unter der fachlichen Auf­sicht des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege durchgeführt. Die betroffenen Eigentümer und Bewirtschafter der Flächen wurden von der E.ON Ruhrgas AG bereits informiert.

Die NEL ist ebenso wie die bereits im Bau befindliche Ostseepipeline-Anbindungsleitung (OPAL) Bestandteil des Nord Stream Gesamtprojektes, das maßgeblich zur Versorgungssicherheit in Europa beiträgt. An den in Niedersachsen gelegenen Erdgaskno­tenpunkten Heidenau, Achim bei Bremen und Rehden wird die der NEL vorgelagerte Nord Stream somit, ebenso wie die nach Tschechien verlaufende Erdgaslei­tung OPAL, mit dem europäischen Fernleitungsnetz verbunden. Über diesen Weg kann Erdgas aus den großen Erdgaslagerstätten in Russland direkt nach Deutschland und in andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union, wie insbesondere die Niederlande, Belgien, Frankreich und Großbritannien transitiert werden. Mit der Beteiligung der Gasunie kann das in Deutschland und den Niederlanden gelegene Fernleitungsnetz der Gasunie unmittelbar in das Gesamtkonzept einbezogen werden.



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