Aktuelles
29.11.2011
Vorhabenträger der NEL untersuchen mögliche Trassenalternativen insbesondere im Bereich Winsen/Stelle
Im Nachgang zu den Eilentscheidungen des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg (OVG) vom 29. Juni 2011 haben die Vorhabenträger insbesondere die bereits im Raumordnungsverfahren zur Nordeuropäischen Erdgaspipeline (NEL) diskutierte sogenannte „Südvariante“ unter Berücksichtigung der Vorgaben des OVG nochmals untersucht. Diese Untersuchungen sind nun nahezu abgeschlossen.
Im Falle einer entsprechenden Umtrassierung wären die Gemeindegebiete von Tespe, Barum, Marschacht, Handorf, Winsen, Seevetal, Brackel, Marxen, Harmstorf betroffen. Mit den Bürgermeistern und Planungsverantwortlichen wurden bereits erste Informationsgespräche geführt. „Von der Planung betroffene Grundstückseigentümer und Pächter sollen in Kürze angesprochen werden, um gemeinsam die neue Trassenführung zu erörtern“, so Projektleiter Franz-Josef Kißing. Die öffentliche Beteiligung aller Träger öffentlicher Belange würde dann im Rahmen eines förmlichen Planfeststellungsverfahrens erfolgen.
Die Erdgasleitung NEL soll vom Anlandepunkt der Ostseepipeline Nord Stream in Lubmin bei Greifswald über eine Länge von rund 440 Kilometer an Schwerin und Hamburg vorbei bis nach Rehden südlich von Bremen führen und die Nord Stream, ebenso wie die bereits fertig gestellte nach Tschechien verlaufende Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL), mit dem europäischen Fernleitungsnetz verbinden, so dass das über die Nord Stream anlandende Gas zu den deutschen und europäischen Verbrauchern weitertransportiert werden kann. Vor diesem Hintergrund haben beide Leitungen eine große Bedeutung für die Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas mit Erdgas, wie auch das OVG es für die NEL gesehen hat. Das NEL-Leitungsbauvorhaben ist ein europäisches Projekt, das von der WINGAS Gruppe, dem E.ON Ruhrgas Konzern sowie dem niederländisch-deutschen Gasnetzbetreiber Gasunie und dem belgischen Netzbetreiber Fluxys realisiert wird.
Alle Nachrichten










