Sicherheit vor Ort
Sicherheit vor Ort
Pipelines sind das sicherste Transportmittel für Erdgas. Dafür sorgen mehrfache Prüfungen vor der Inbetriebnahme, ein grundlegender Materialschutz und regelmäßige Kontrollen während des Betriebes sowie schnelle Reaktionsmechanismen im Falle einer Störung.
Die Rohre einer Ferngasleitung werden aus hochwertigem, zertifiziertem Stahl gefertigt und mit einer Außenumhüllung aus Polyethylen versehen. Sollte diese Umhüllung jedoch beschädigt werden, greift der aktive Korrosionsschutz (kathodisch): Ein schwacher Strom im Millivoltbereich, der an die Leitung angelegt wird, verhindert Korrosion durch elektro-chemische Prozesse. Eine solche Stelle wird nach kürzester Zeit lokalisiert und die Kunststoffumhüllung repariert.
Stresstest bestanden
Die rund 18 Meter langen Leitungsrohre werden auf der Baustelle zu einem durchgehenden Rohrstrang verschweißt. An die Qualität der Schweißnähte werden höchste Ansprüche gestellt. Unabhängige zertifizierte Fachleute und Sachverständige begutachten die Pipeline, indem sie per Röntgenstrahlen, Isotopenstrahlen oder Ultraschall nach eventuellen Fehlern suchen. Zum Schutz vor Rost werden auch die Schweißnähte durch eine Kunststoffbeschichtung wasserdicht isoliert. Danach wird die gesamte Leitung mit Wasser unter Druck gesetzt und auf Festigkeit und Dichtheit geprüft. Dieser sogenannte „Stresstest" beansprucht das Rohr deutlich stärker als der spätere Betriebsdruck. Die Inbetriebnahme der Pipeline erfolgt erst nach Freigabe durch die unabhängige Sachverständige des TÜVs.
Sicher geborgen
Nach Abschluss der Bauarbeiten liegt die Pipeline sicher in der Erde, mit mindestens einem Meter Abdeckung über der Rohroberkante. Eine landwirtschaftliche Nutzung der Fläche über der Leitung ist daher völlig unbedenklich. Zum Schutz vor anderen denkbaren äußerlichen Beschädigungen, zum Beispiel durch Baumaßnahmen, müssen diese Arbeiten laut Gesetz beim Betreiber der Pipeline angemeldet werden. Die Einhaltung dieser Regelung wird durch Streckenkontrolleure und Piloten, die die Trasse regelmäßig abfliegen, überprüft.
Unter ständiger Beobachtung
Sobald das erste Gas durch die Leitung strömt, steht diese unter ständiger Beobachtung: 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr: Ein ungewöhnlicher Druckabfall in der Pipeline würde sofort in der überwachenden Leitstelle festgestellt werden. Für diesen Fall werden Absperrstationen in Abständen von maximal 18 Kilometern eingebaut, die den Gasstrom automatisch und sofort unterbrechen.










